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Zwischen den Welten

Ich reiße meine Haut auf.
Ziehe sie ab.
Das rohe Fleisch blutet.
Ich wurde vergewaltigt von den Deinen.
Ich habe mich gerächt.

Wie ein heißer Sturm
fegte meine Wut über Deine Seele
und nahm Dir die Ruhe.
Für immer.
Ich habe mein Feuer über die Wiesen geschleudert
und sah zu, wie der letzte Grashalm verbrannte.
Jetzt lege ich mich in die Asche.
Glut kriecht durch mein Fleisch.
Meine Eingeweide brennen.
Ich weine rote Tränen,
während ich in die Dunkelheit trete.
Hier verraucht mein Zorn in der Unendlichkeit.
Habe ich Dich nicht einst geliebt?
Ich sehe das Licht.
Von reinen Seelen geführt
setze ich mich in Bewegung.
Vergebung legt sich zart auf meine Schultern.
Und ich halte mein Herz in den Händen.
Schritt um Schritt werde ich leichter.
Du darfst den Wahnsinn dieser Welt wie Pech auf Deiner Haut verteilen
und weiter durch den Irrsinn waten,
der uns alle dumm und langsam werden lässt.
Es ficht mich nicht mehr an.
Ich tanze
von sehenden Augen begleitet
weiter
in eine andere Welt.
Ich löse mich auf.
Ich bin frei.
.
.
Between Worlds

I tear my skin open,
peel it away.
The raw flesh bleeds.
I was raped by your own.
I have taken my revenge.

Like a scorching storm,
my rage swept over your soul
and robbed you of your peace.
Forever.
I hurled my fire across the meadows
and watched the last blade of grass burn.
Now I lie down in the ashes.
Embers crawl through my flesh.
My entrails burn.
I weep red tears
as I step into the darkness.
Here my rage dissipates like smoke into infinity.
Did I not once love you?
I see the light.
Guided by pure souls,
I begin to move.
Forgiveness settles gently on my shoulders.
And I hold my heart in my hands.
Step by step, I grow lighter.
You may smear the madness of this world like pitch on your skin
and keep wading through the insanity
that makes us all grow dull and slow.
It no longer touches me.
I dance,
accompanied by eyes that see,
onward
into another world.
I dissolve.
I am free.
.
.
©️Text: Li Anna